Knast fürs flirten?

Es klingt unglaublich: Weil beim Türkei-Urlaub ein 17-jähriger Deutscher mit einer Britin geflirtet hat, sitzt er seit zehn Wochen in Antalya im Gefängnis. Die Eltern der Britin hatten ihn angezeigt.

Nach einem Urlaubsflirt mit einer 13-jährigen Britin, Charlotte M., sitzt der Jugendliche in der türkischen Mittelmeerstadt Antalya in Untersuchungshaft. Die Mutter des Mädchens hatte den Realschüler wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt. Die beiden Jugendlichen waren sich im Osterurlaub in Antalya näher gekommen.

Der in seiner Freizeit als Jugendgruppenleiter beim Technischen Hilfswerk (THW) engagierte 17-Jährige hatte beteuert, mit dem Mädchen lediglich geflirtet zu haben. Die Britin soll sich außerdem als 15-Jährige ausgegeben haben. Beide schwören nach Angaben der „Bild“-Zeitung, dass sie nur Händchengehalten hätten.

Die Haftbedingungen in der Türkei gelten als katastrophal. Der Jugendliche muss sich mit 30 anderen ausländischen Gefangenen eine Zelle, eine Dusche und eine Toilette teilen. Seine Eltern darf er nur ein Mal in der Woche durch eine Glasscheibe hindurch sehen. Dem 17-Jährigen droht bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu acht Jahren.

Quelle: heute.de

Dazu gibt’s einen passenden Kommentar beim Schockwellenreiter: „Und so ein Land will in die EU„.

Hoffentlich klärt sich die Sache schnellstmöglich auf. Vielleicht besinnt sich ja die Mutter der 13-jährigen (in einem Radion Bericht hieß es gestern, dass auch die 13 jährige bestätigte, dass nichts gewesen wäre) und nimmt die Vorwürfe zurück, sodass der Deutsche freigelassen wird.

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